Mittwoch, 13. Juni 2007
again
Ich lerne ihn in einem Chat kennen: Er fällt mir auf ob einer punktgenauen Schreibe. Humor, Sarkasmus.... wir haben den gleichen Geschmack. Ein erstes Treffen verläuft... sehr erfolgreich. Wir amüsieren uns prächtig, sind musikalisch ähnlich sozialisiert, haben genügend Reibungspunkte für ordentlich Pfeffer in der Konversation. Wir lachen, wir trinken Wein, wir küssen uns. Da ist dieses Prickeln, das ich so vermisst habe... gleichzeitig eine Vertrautheit, die mich leichtsinnig werden lässt. Das Prickeln wird zu einem süßen Ziehen im Unterleib. Wir fallen übereinander her.

Eine Woche später ein zweites Treffen. Der Gesprächsstoff geht nicht aus, das Prickeln auch nicht. Wir fallen wieder... doch diesmal scheint Monsieur danach unruhig zu werden. Es drängt ihn aus dem Bett, er will etwas essen gehen. Wir gehen etwas essen. Plötzlich erfordert es Mühe, die Balance zu halten. Zum Abschied küssen wir uns. Danach ist Funkstille. Ich gebe nach zwei Kontaktversuchen auf, will nicht aufdringlich erscheinen.

Ich sehe ihn im Chat wieder, er weicht mir aus, schreibt kryptische Texte, in die ich Anspielungen hineinlesen kann - oder auch nicht. Schließlich frage ich (verletzend, weil verletzt), ob ich unsere Begegnungen nun unter der Kathegorie verbuchen kann, die sich mir grade aufdrängt. Da reagiert er beleidigt: Er müsse sich über Dinge klar werden, aber nach dieser Bemerkung sähe er keine Chance mehr. Mit mir darüber reden will er auch ein paar Tage später nicht. Ich beginne, das Interesse zu verlieren. Ein Zeitfenster schließt sich. Bedauern mischt sich mit Erleichterung.

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